AG Psychologische Determinanten der Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz umfasst die Fähigkeit des Individuums, gesundheitsrelevante Informationen finden, verstehen, bewerten und anwenden zu können. Sie wird von individuellen, situativen und gesellschaftlichen Faktoren beeinflusst. Alter, Geschlecht und Herkunft spielen bei der Entwicklung und dem Ausmaß von Gesundheitskompetenz ebenso eine Rolle wie soziale Unterstützung, familiäre Einflüsse oder kulturelle und sozioökonomische Bedingungen. Eine hohe Gesundheitskompetenz ist mit besserer Gesundheit assoziiert.

Personen mit Migrationshintergrund unterscheiden sich häufig in gesundheitsbezogenen Aspekten von der Mehrheitsbevölkerung und weisen vielfach eine niedrige Gesundheitskompetenz auf. In zwei Forschungsvorhaben befassen wir uns derzeit mit der Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund.

Im Projekt DeMiGK (Gesundheitskompetenz bei Menschen mit und ohne Demenz und mit und ohne Migrationshintergrund) vergleichen wir in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Uniklinik Köln deutsche und türkischstämmige Erwachsene ohne kognitive Einschränkungen und Demenzpatienten und -patientinnen in ihrer Gesundheitskompetenz und analysieren (u.a. psychologische) Faktoren, die möglicherweise zu Unterschieden beitragen.

Im BMBF-geförderten Verbundprojekt GLIM (Gender-spezifische Aspekte der Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund) werden mehrere systematische Reviews zur Gesundheitskompetenz von Personen mit Migrationshintergrund durchgeführt. Des Weiteren führen wir Fokusgruppeninterviews mit Fachexperten und -expertinnen aus dem Gesundheitswesen und mit Migranten und Migrantinnen durch. Beteiligt sind neben uns das cologne center for ethics, rights, economics and social sciences of health (ceres) an der Universität zu Köln und die Cochrane Collaboration.

Prof. Dr. rer. nat. Elke Kalbe

Prof. Dr. rer. nat. Elke Kalbe

Leiterin der Arbeitsgruppe

Nach oben scrollen