- AG Neuropsychologische Änderungen bei neurodegenerativen Erkrankungen
- AG Neuromodulation
- AG Psychosoziale Interventionen bei neurodegenerativen Erkrankungen
- AG Demenz bei Menschen mit Migrationshintergrund
- AG Demenzprävention
- AG Psychologische Aspekte der Gesundheitskompetenz
- AG Kognitive Störungen bei älteren Menschen im Strafvollzug und Maßregelvollzug
- AG Gesundheitsbezogene Aspekte bei LGBTIQ-Personen
- AG Partizipative Forschung im Bereich Gesundheit
- Forschungslabor CeNDI
- Studienteilnahme
AG Psychosoziale Interventionen bei neurodegenerativen Erkrankungen
Die psychosoziale Unterstützung von Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen und deren Angehörigen steht im Fokus dieser Arbeitsgruppe. Die neuen Herausforderungen im Alltag durch das Erleben einer neurodegenerativen Erkrankung sollen hier v.a. durch edukative und durch psychotherapeutische Interventionen adressiert werden.
Aktuelle Projekte
Dieses Projekt bildete den ersten Meilenstein eines Gesamtprojekts, bei dem eine strukturierte Schulung für Patientinnen und Patienten mit Parkinson-Krankheit und ihre Angehörigen nach dem Selbstmanagement-Ansatz entwickelt wurde und die als eine bundesweite und kassenfinanzierte Leistung etabliert werden soll. Im Rahmen dieser Patientenschule sollen umfängliche Informationen über das Leben mit der Parkinson-Krankheit und den gesamten Behandlungsweg vermittelt werden. Damit soll das Verständnis über die Entstehung der Symptome erweitert und so ein Empowerment der Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen erzielt werden. Langfristige Ziele sind die Verbesserung der Gesundheit und die Lebensqualität der Zielgruppen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im Rahmen dieses ersten Teilprojekts die krankheitsbedingten zielgruppenspezifischen Bedarfe und Bedürfnisse bezüglich einer Patientenschule aus Sicht der Menschen mit Parkinson-Krankheit sowie deren Angehörigen umfänglich mit qualitativen Datenerhebungsmethoden exploriert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die passgenaue, bedarfsgerechte Konzeptualisierung der Patientenschule.
Das Projekt „ParkProReakt“ ist ein Verbundprojekt, das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wird. Ziel des Gesamtprojekts war die Entwicklung einer digitalen Plattform, die den Informationsaustausch zwischen Menschen mit Parkinson-Krankheit, ihren Angehörigen und dem behandelnden Team sowie eine langfristige Beobachtung des Krankheitsverlaufs erleichtern und die Selbsthilfe-Fertigkeiten der Patientinnen und Patienten stärken soll. Dadurch soll die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen erhöht und die Versorgungssituation verbessert werden. Als Beitrag der Medizinischen Psychologie zum Gesamtprojekt wurde eine digitale Anwendung zur Selbsthilfe (Selbstmanagement) entwickelt, die auf die Bedarfe von Menschen mit Parkinson-Krankheit sowie ihren Angehörigen abgestimmt ist. Mithilfe von Fokusgruppendiskussionen, Doppel- und Einzelinterviews wurden Themenbereiche identifiziert, Barrieren erkannt und Wünsche an eine solche Technologie erfasst. Auf deren Basis wurde eine digitale Selbstmanagement-Anwendung entwickelt, die Informationen vermittelt und Handlungsempfehlungen für die Zielgruppe bereitstellt. Dadurch soll der Umgang mit der eigenen Krankheit gestärkt und der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst werden. Aktuell werden die Erfahrungen der Menschen mit Parkinson-Krankheit mit der Selbstmanagement-Anwendung im Rahmen einer Mixed-Methods-Studie analysiert. Weitere Informationen zu ParkProReakt finden Sie hier.
In diesem Projekt, das den Innovationspreis für Versorgungsforschung 2022 der Parkinson Stiftung gewonnen hat, wird ein kognitiv-verhaltenstherapeutischer Behandlungsansatz zur Verbesserung des Umgangs mit der Angst vor dem Fortschreiten der eigenen Erkrankung (sog. Progredienzangst) gegenüber einer aktiven (Achtsamkeitsgruppe) und passiven Kontrollgruppe untersucht. Vor und nach der Durchführung werden die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zu ihrem Umgang mit der Progredienzangst (primäres Outcome) und weiteren relevanten Parametern wie Stimmung und Lebensqualität befragt. Zuvor erfolgte eine einarmige Machbarkeitsstudie (Studienphase 1) in Kooperation mit dem Neurologischen Rehabilitationszentrum Godeshöhe GmbH in Bonn. Seit 11/2023 läuft die dreiarmige, quasi-randomisierte kontrollierte Wirksamkeitstudie (Studienphase 2), für die aktuell noch Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer gesucht werden. Weitere Informationen zur Studienteilnahme finden Sie hier.
Im Rahmen dieses Studienprojektes möchten wir herausfinden, welcher Bedarf an ein ambulantes Beratungsangebot für von Multiple Sklerose-betroffene Paare besteht und wie ein passgenaues Beratungskonzept inhaltlich und strukturell gestaltet sein müsste, damit es für die Paare attraktiv und nützlich ist. Die Beantwortung dieser bedarfs- und versorgungsorientierten Forschungsleitfragen ist mit einem Mixed-Methods Ansatz operationalisiert worden, bestehend einerseits aus (halbstrukturierten) Expertinnen-und Experteninterviews mit Beraterinnern und Beratern der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. (DMSG) und andererseits aus Fokusgruppendiskussionen (FGD) mit gleich- und heterogeschlechtlichen Paaren, bei denen mindestens eine Person an MS erkrankt ist. Die Forschungsleitfragen, das Forschungsdesign sowie die Erhebungsinstrumente wurden dabei in einem multi-professionellen Co-Forschenden-Team partizipativ entwickelt. Die Projektergebnisse dienen gleichsam als Wissensgrundlage zur Vorbereitung einer paardyadischen RCT-basierten Interventionsstudie. Kooperationspartner sind die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Bundesverband e.V. und das Neurologische Rehabilitationszentrum Godeshöhe GmbH in Bonn. Die PAART-Studie wird von der PHAROS-Stiftung (Dortmund) gefördert.
Dieses systematische Review ist Teil der PAART-Studie und inkludiert (randomisierte) kontrollierte Studien zu Paaren, die von Multiple Sklerose betroffen sind und eine paarorientierte psychosoziale Intervention erhalten haben (im Vergleich zu einer aktiven oder passiven Kontrollgruppe). Das Review dient zur Identifizierung von Interventionseffekten hinsichtlich unterschiedlicher Outcomevariablen wie Partnerschaftsqualität, der paardyadischen Krankheits- und Stressbewältigung sowie der Ausprägung psychopathologischer Symptome. Die Literaturrecherche fokussiert auf deutsch- und englischsprachige Literatur in den Datenbanken Pubmed/Medline, PsycINFO, Web of Science, CINAHL und CENTRAL. Die systematische Literaturrecherche wurde durch die AG Evidenzbasierte Medizin der Uniklinik Köln unterstützt.
In Deutschland existiert bislang kein strukturiertes, standardisiertes und leicht zugängliches Schulungsangebot für Menschen mit Parkinson-Krankheit und ihre Angehörigen, das zeitnah nach der Diagnosestellung Unterstützung bieten kann.
Das Projekt "PowerPARK" adressiert diese Versorgungslücke durch die Entwicklung eines modularen, analogen und digitalen Schulungskonzepts zur Förderung von Krankheitsverständnis, Selbstmanagement und Lebensqualität. Ergänzend werden infrastrukturelle Rahmenbedingungen (u. a. Website, Kommunikations- und Marketingstrategien, Qualitätssicherung) integriert und zukünftige digitale Erweiterungen mitgedacht. Ziel ist die Entwicklung einer passgenauen und praxisnahen Basisschulung im analogen und digitalen Format sowie die Zusammenstellung von Komponenten für Aufbaumodule.
PowerPARK folgt dem Ansatz der partizipativen Gesundheitsforschung und setzt von Beginn an auf Co-Design. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.
Die PowerPARK-Schulung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Neurologischen Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/ Parkinson, Kliniken Beelitz (Brandenburg) und in Kooperation mit der Klinik für Neurologie, Uniklinik der TU Dresden; der Klinik für Neurologie, Knappschaftskrankenhaus Bottrop, der Parkinson Stiftung sowie den Vereinen der organisierten Selbsthilfe Parkinson Pate e.V., Jung und Parkinson e.V. sowie Parkinson Verbund e.V. entwickelt.
Fördernde Institution: Parkinson Stiftung
Publikationen
Nielsen, J., Krieger, T., Kalbe, E., & Folkerts, A. K. (2026). Navigating uncertainty together: a participatory mixed-method study of counseling services for couples living with multiple sclerosis. Frontiers in Public Health, 14, 1816630. doi: 10.3389/fpubh.2026.1816630
Nielsen, J., Verhülsdonk, S., Lansu, A., Monsef, I., Skoetz, N., Kalbe, E., & Folkerts, A. K. (2026). Dyadic psychosocial interventions in couples facing multiple sclerosis: a systematic review. Disability & Rehabilitation, 48(6), 1561–1578. doi: 10.1080/09638288.2025.2569692
van Munster, M., Stümpel, J., Pedrosa, A. J., Niemand, K., Wellach, I., Becker, D., Doblinger, I., Schmidt, K., Reiners, R., Wolferts, D., Martin, A., Nisslmüller, M., Sohrabi, K., Groß, V., Samans, B., Fischer, P., Ashraf, M. O., Wichartz, R., Grzegorzek, M., Huang, X., Piet, A., Irsfeld, M., Trense, C., Olgemöller, P. M., Seven, Ü., Folkerts, A. K., Kalbe, E., Böbinger, H., Dapper, J., Wohlfahrt, L., Geraedts, M., Altschuck, N., Kerkemeyer, L., Eggers, C., & Pedrosa, D. J. (2025). ParkProReakt-evaluation of a proactive approach to healthcare in Parkinson's disease: a study protocol for a randomised controlled trial. BMJ Public Health, 3(2), e002265. doi: 10.1136/bmjph-2024-002265
Krieger, T., Jozwiak, L., Ebersbach, G., Suess, T., Falkenburger, B., Feige, T., Eggers, C., Warnecke, T., Scholl, W., Schmidt-Heisch, C., Folkerts, A.-K., Kalbe, E., & Seven, Ü. S. (2024). Exploring the lived experiences of individuals with Parkinson’s disease and their relatives: Insights into care provision experiences, disease management support, self-management strategies, and future needs in Germany (qualitative study). BMC Neurology, 24(1). doi.org/10.1186/s12883-024-03696-y
Muente, C., Folkerts, A.K., Kalbe, E., Thieken, F., Assmann, L.E., Widritzki, M., Eggers, C., Pedrosa, D. & Wilhelm, M. (2022). Supporting Relatives Prior to Caregiver Burden-Preventive E-Mental Health Short Intervention for Family Members of Individuals with Parkinsonism in an Early Phase of the Disease: Protocol for a Feasibility Study. Brain Sciences, 12(4):442.
Team
Priv.-Doz. Dr. Ann Kristin Folkerts
Gerontologin
E-Mail ann-kristin.folkerts@uk-koeln.de
Prof. Dr. rer. nat. Elke Kalbe
Leiterin der Arbeitsgruppe
E-Mail elke.kalbe@uk-koeln.de
Dr. Theresia Krieger
Gesundheitswissenschaftlerin
E-Mail theresia.krieger@uk-koeln.de
Dr. Marthe Mieling, M.Sc.
Psychologin
E-Mail marthe.mieling@uk-koeln.de
Paulina Olgemöller, M. Sc.
E-Mail paulina.olgemoeller@uk-koeln.de