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12.02.2026 Medizinische Psychologie

Projekt zur Entwicklung einer Parkinsonschule startet

Wissen strukturiert und verständlich vermitteln

(v.l.) Prof. Dr. Elke Kalbe und Dr. Theresia Krieger, Fotos: Klaus Schmidt / Michael Wodak

In Deutschland existiert kein strukturiertes, standardisiertes und leicht zugängliches Schulungsangebot, das Menschen mit Parkinson-Krankheit und ihre Angehörigen nach der Diagnose umfänglich und bedarfsgerecht dabei unterstützt, die Erkrankung besser zu verstehen, mit neuen Herausforderungen umzugehen und so ihre Lebensqualität langfristig aufrecht zu erhalten. Im Februar ist deshalb unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Elke Kalbe und Dr. Theresia Krieger von der Abteilung Medizinische Psychologie / Neuropsychologie und Gender Studies an der Uniklinik Köln das Projekt „PowerPARK“ gestartet.

Im Rahmen des Projekts soll ein modular aufgebautes Schulungskonzept für Menschen mit Parkinson-Erkrankung entwickelt werden, das aus analogen und digitalen Elementen besteht, die sowohl Wissen als auch Selbstmanagement-Kompetenzen vermitteln und das Spektrum aktivierender Therapien und Angebote darlegen sollen. Im Projekt werden auch Trainingsmaterialien und die methodisch-didaktische Gestaltung der Schulung entwickelt, die auf einer eigens konzipierten Internetseite zur Verfügung gestellt werden sollen. Mitgedacht werden sollen dabei auch weitere zukünftige digitale Anwendungen, wie beispielsweise eine PowerPARK-App sowie geeignete Vermarkungsstrategien. Folgeprojekte zu einem Zertifizierungssystem und Evaluationen sollen konzipiert werden und langfristig der Qualitätssicherung dienen. Host dieser Schulung soll zukünftig die Parkinson Stiftung sein, die das Projekt finanziert und zentraler Kooperationspartner ist.

Weitere Kooperationspartner neben der Parkinson Stiftung sowie der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Uniklinik Köln und dem Kölner Parkinson-Netzwerk sind auch das Neurologische Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen und Parkinson in Beelitz, das Knappschaftskrankenhaus Bottrop, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden sowie mehrere Patientenvertretungen. Dies zeigt den partizipativen Ansatz der Gesundheitsforschung in PowerPARK, bei dem die verschiedenen Stakeholder mit ihren Perspektiven als „Co-Forschende“ fungieren und an der Entwicklung der Schulung beteiligt sind.